Diagnosen: Warum ich so bin

 

Symptomkomplex unklarer Ursache mit:

 

- ausgedehnter fokaler kortikaler Dysplasie vom Typ I im linken laterobasalen und lateralen Temporallappen, einschl. dem temporooccipitalen Übergangs und einer laterobasalen Ausdehnung in den Occipitallappen und geringgradidem Verdacht auf eine fikale kortikale Dysplasie rechts frontal und parietal

 

- ausgeprägter muskulärer Hypotonie, reduzierter Spontanmotorik

 

- deutliche reduzierte Kontaktaufnahme, autistoidem Verhalten, fehlende Sprachentwicklung

 

- teiltherapiereschwierige Epilepsie mit multiregionalen epilepsietypischen Potentialen und teils fokalen, teils generalisierten zerebralen Anfällen

 

- sekundäre Mikrozephalie


- Enzephalopathie


- mittierenden Opisthotonus

 

- dystone Tetraparese mit spastischer Komponente (GMFCS IV)

 

- Hüftdysplasie/ Subluxation rechts mehr als links

 

- Neuromyopathische Skoliose bei ICP, linkskonvex, (lumbal 36%, thorakal 42% (2012),

 

   Ich kann noch nicht krabbeln, sitzen oder laufen. Sprechen ist auch nicht so mein Ding, aber ich bin meistens ganz fröhlich und lache viel. Vor allem wenn der Papa dann mit mir rumblödelt, das macht echt Spass.

Ich versuche immer wieder mich hoch zu ziehen, ich komme mit dem Kopf hoch und möchte mich aufsitzen, daran arbeiten wir zur Zeit ganz oft.

 

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Und hier die Übersetzung der einzelnen Diagnosen für Laien bzw. für die, die Schwierigkeiten mit den Fachbegriffen haben.

 

- eine Störung der Entwicklung, bei der eine schwere Beeinträchtigung mehrerer Entwicklungsbereiche vorliegt, die in allen Situationen als wesentliches Funktionsmerkmal des betroffenen Menschen auftritt

 

- Unter dem Begriff Muskelhypotonie (hypoton = mit verminderter Kraft / Spannung) wird in der Medizin ein Mangel an Muskelstärke und Muskelspannung (niedriger Muskeltonus) in der quergestreiften Muskulatur verstanden.

 

- fehlende Sprachentwicklung ist klar....die Erklärung zu den anderen Fachbegriffe folgen noch

 

- Bei symptomatischen Epilepsien stellen die Anfälle Symptome einer zugrundeliegenden Hirnschädigung dar. Diese Kategorie umfasst sehr unterschiedliche Krankheiten, deren Einordnung auf der anatomischen Lokalisation und den damit verbundenen Anfallsmerkmalen sowie anderen klinischen Merkmalen beruht.

Partieller (fokaler) Krampfanfall (multifokal = mehrere Stellen betreffend)

Andere Ausdrücke für einen partiellen Anfall sind fokaler Anfall oder Herdanfall. Diese Anfallsform ist dadurch gekennzeichnet, dass es ein Zeichen für einen Beginn des Anfallsgeschehens in einer umschriebenen Region des Gehirns gibt. Dabei ist es egal, ob es zu einer sekundären Ausbreitung auf die restliche Hirnrinde kommt (sekundäre Generalisierung). Insbesondere ein Anfallsbeginn mit einer Aura hat einen hohen Aussagewert darüber, in welcher Hirnregion der Anfall seinen Ursprung hat, denn sie ist das Ergebnis einer umschriebenen Aktivierung von Nervenzellverbänden.

Von einer Therapieresistenz wird gesprochen, wenn ein kranker Mensch nicht (mehr) auf Behandlungen anspricht, die nach aktuellem Wissensstand fachlich korrekt durchgeführt wurden und im Regelfall mindestens zu einer Besserung der Symptomatik oder im günstigsten Fall zu einer Heilung der Erkrankung hätten führen müssen. Ist dies nicht gegeben, wird der Zustand als therapieresistent bezeichnet. Dann muss über alternative Therapieverfahren nachgedacht werden. Möglich ist jedoch auch, dass der Patient als austherapiert eingestuft werden muss und die weitere Behandlung keinen kurativen Anspruch mehr hat, sondern nunmehr einen palliativen.

 

Unter einer Mikrozephalie, auch Mikrocephalie geschrieben, (griechisch mikros μικρός „klein“ und kephalē κεφαλή „Kopf“) versteht man eine Entwicklungsbesonderheit beim Menschen, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringe Größe aufweist.

 

- Der Opisthotonus (gr. ópisthen - rückwärts, Tonus - Spannung) ist ein Krampf in vor allem der Streckmuskulatur des Rückens. Er führt zu einer starken Rückwärtsneigung des Kopfes und zur Überstreckung von Rumpf und Extremitäten.

 

-Bilateral (lat. bi = zwei, latus = Seite) bedeutet zweiseitig.

Die Begriffe Spastik bzw. Spastizität leiten sich vom griechischen Wort σπασμός (spasmos, „Krampf“; latinisiert Spasmus, dt. Plural Spasmen) ab und beschreiben eine in typischer Weise erhöhte Eigenspannung der Skelettmuskulatur, die immer auf eine Schädigung des Gehirns oder Rückenmarks zurückzuführen ist.


Unter dem Ausdruck Cerebralparese (= Hirnlähmung) versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer funktionellen Störung einiger Hirnzellenliegt. Die dadurch hervorgerufende Behinderungist charakterisiert durch Störungen des Nerven- und Muskelsystemsim Bereich der willkürlichen Bewegungskoordination. Am häufigsten sind spastische Mischformen und eine Erhöhung der Muskelspannung (Muskelhypertonie).


- ICP

Unter dem Ausdruck infantile Zerebralparese oder Cerebralparese (von lat. cerebrum „Gehirn“ und griech. parese „Lähmung“) im engeren Sinn, etwas allgemeiner auch cerebrale Bewegungsstörung genannt, versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Die dadurch hervorgerufene Behinderung ist charakterisiert durch Störungen des Nervensystems und der Muskulatur im Bereich der willkürlichen Motorik. Am häufigsten sind spastische Mischformen und eine Muskelhypertonie, aber auch athetotische oder ataktische Formen kommen vor.

 

- Skoliose / Neuromyopathische Skoliose

Unter einer Skoliose (altgriechisch: σκολιός, skolios „krumm“) versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper – begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper. Dies kann nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form). Eine Skoliose kann bei allen Wirbeltieren einschließlich Fischen vorkommen. Die Skoliose beim Menschen wurde erstmals schon in der Antike vom griechischen Arzt Hippokrates beschrieben und behandelt.
Der Cobb-Winkel (nach John Robert Cobb) dient als Maß für die Beurteilung der Skoliose.

 Eine neuromyopathische Skoliose ist eine besondere Form der Wirbelsäulenverkrümmung, sie wird auch als Seitverbiegung bezeichnet. Wie es der Name schon sagt, hat sie ihren Ursprung in einer Erkrankung des Nervensystems (Neuro) oder in einer Muskelerkrankung (Myopathie).



Tipp:

achten sie auf zweckgebundene Verwendungsangabe bei Überweisungen

 

Hier folgen Bilder die man erwerben kann.

 

www.Elijas-Samuel.de